Immobilienkredit widerrufen?

So können Sie einen teuren Kredit widerrufen und tausende Euro sparen!
Zinsen auf Immobilienkredite sind historisch niedrig, Umschuldung ist äußerst rentabel
mit dem “Widerrufs-Joker” kann man einer Kündigung mit hoher Vorfälligkeitsentschädigung entgehen
beste Chancen bei Vertragsabschluss zwischen dem 11. Juni 2010 und dem 16. März 2016

Der Widerruf – Ausweg aus dem teuren Immobilienkredit

Seit ein paar Jahren erleben wir mit einem effektiven Jahreszins von 1,4% oder weniger ein Niedrigzinsniveau wie selten zuvor. Das ist ja eigentlich ein Grund zur Freude, viele Kreditnehmer stecken allerdings in teuren Darlehensverträgen fest, die Sie vor Jahren abgeschlossen haben und zahlen deshalb, trotz des aktuell niedrigen Niveaus, noch Zinsen in Höhe von teilweise 3% oder mehr.

Eine vorzeitige Kündigung ist in Deutschland praktisch keine Option. Wie beispielsweise eine Studie des IFF (Institut für Finanzdienstleistung) aus dem Jahr 2003 zeigt, zahlt man in Deutschland rund das dreifache an Vorfälligkeitsentschädigung, als in anderen europäischen Ländern. Und durch die Niedrigzinsphase sind die Vorfälligkeitsbeiträge sogar noch gestiegen. Wer einen Immobilienkredit kündigt, muss damit rechenen 20% der verbleibenden Restschuld des Darlehens an die Bank zu zahlen.

Es gibt aber eine Möglichkeit der Kündigung des Darlehens, die sich viele schlicht und einfach nicht leisten können, zu entgehen und trotzdem den teuren Kredit loszuwerden: der – wesentlich wirtschaftlichere – Widerruf. Vielleicht haben Sie schon unsere Ratgeber zum Lebensversicherungs- und Autokredit-Widerruf gelesen. Nach ähnlichem Prinzip können Sie auch bei Darlehenskrediten den Widerrufs-Joker ziehen. 

Sie möchten Ihr verlorenes Geld zurückholen?

Prüfen Sie jetzt kostenlos & unverbindlich Ihre Ansprüche auf Rückzahlungen.
Hier kommen Sie zum kostenlosen Online Check:

Rechtlicher Hintergrund

Dieser Kniff basiert auf fehlerhaften Widerrufsbelehrungen, die laut der Verbraucherzentrale Hamburg in rund 66% der Darlehensverträge betreffen. Die Banken sind verpflichtet den Kreditnehmer vollständig, richtig und unmissverständlich über sein Widerrufsrecht und die erforderlichen Umstände aufzuklären. Hierfür wird vom Gesetzgeber ein Muster vorgegeben. Wenn sich die Kreditunternehmen nicht in jeder Hinsicht, also inhaltlich und gestalterisch, an dieses Muster halten kann der Darlehensvertrag widerrufen werden. 

Oft schreiben die Banken die Widerrufsbelehrungen jedoch in Eigenregie und verändern die Vorgabe – meist zum Nachteil des Verbrauchers. Laut den Prüfungen der Verbraucherzentrale Hamburg entsprechen davon maximal 5 bis 10% den gesetzlichen Anforderungen. Es wurden schon mehr als 100 unterschiedliche Fehler in den Verträgen aufgefunden, die zum Widerruf berechtigen können! 

Der Widerruf ist bei noch laufenden als auch bei bereits abgezahlten Darlehen möglich.

Beim Widerruf darf die Bank nicht nur keine Vorfälligkeitsentschädigung oder Nichtabnahmeentschädigung verlangen, sondern Sie können auch eine bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung zurückverlangen. Des Weiteren steht Ihnen Entschädigung für alle geleisteten Zahlungen seit Vertragsbeginn zu. Nach erfolgreichem Widerspruch können Sie dann umschulden und zahlen einen Bruchteil des Zinssatzes, der bei dem zuvor widerrufenen Kredit galt.

Sie möchten Ihr verlorenes Geld zurückholen?

Prüfen Sie jetzt kostenlos & unverbindlich Ihre Ansprüche auf Rückzahlungen.
Hier kommen Sie zum kostenlosen Online Check:

Fristen und Voraussetzungen

Ihre Chancen und Möglichkeiten beim Widerruf eines fehlerhaften Darlehensvertrags hängen maßgeblich von drei Gesetzesänderung ab: Seit dem 2. November 2002 müssen Verträge eine Widerrufsbelehrung enthalten. Am 11. Juli 2010 wurde die alte Fassung des § 14 BGB-InfoV aufgehoben, die den Kreditunternehmen noch mehr Freiheiten bei der Formulierung der Widerrufs- und Rückgabebelehrung erlaubte. Am 21. März 2016 trat die Wohnimmobilienkreditrichtlinie in Kraft, die das “ewige Widerrufsrecht” erheblich einschränkt. Nur Verträge, die nach dem 2.11.2002 abgeschlossen wurden und bei denen die Widerrufsbelehrung vollständig fehlt, können nach wie vor “ewig” widerrufen werden.

Vertragsabschluss vor dem 2. November 2002

Solange der Darlehensbetrag mindestens 10 Jahre zuvor vollständig ausbezahlt wurde, sind diese Verträge i.d.R. mit einer höchstens sechsmonatigen Frist widerrufbar. (§489 BGB) 

Vertragsabschluss zwischen dem 2. Nov. 2002 und dem 10. Juni 2010

Bei diesen Verträgen ist nur dann ein Widerruf möglich, wenn Sie nachweisen können, dass Sie bereits vor dem 21. Juni 2016 versucht haben den Vertrag zu widerrufen.

Vertragsabschluss zwischen dem 10. Juni 2010 und dem 21. März 2016

Hier haben Sie besonders gute Chancen, da das “ewige Widerrufsrecht” noch gültig ist. 

Vertragsabschluss seit dem 16. März 2016

Bei diesen Verträgen wurde das Widerrufsrecht auf ein Jahr und 14 Tage nach Vertragsabschluss beschränkt.

Menü