Was tun, wenn der Urlaub oder das Mietverhältnis zur Tortur werden?

Wir lassen Sie auch als Urlauber oder Mieter nicht im Stich!
Was versteht man unter Reisemängeln und wann werden diese entschädigt?
Wann spricht man von Mietmängeln und welche Rechte haben Sie?

Reisemängel – Wann Sie Anspruch auf Entschädigung haben

Ein Mangel wie stundenlange Verspätung der Fluggesellschaft oder gravierende Sicherheitsmängel in der Unterkunft sind Gründe, für die Sie nach dem EU-Recht eine Entschädigung einfordern können. Viele Mängel, wie das Einquartieren in eine niedrigere Zimmerklasse als gebucht, sind eindeutig festzustellen. Jedoch wissen viele nicht, dass sie auch wegen „nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit“, wenn eine Pauschalreise beispielsweise erheblich beeinträchtigt wurde, eine Entschädigung verlangen können.

Laut § 253 BGB ersetzt man den immaterielle Schaden, der somit also kein Vermögensschaden ist. Der Anspruch kann demnach so weit reichen, dass der Reisende den Preis für die Reise ganz oder teilweise zurückerstattet bekommt, oder sogar darüber hinaus eine weitere Entschädigung erhält.

Wann wird ein Reisemangel entschädigt?

Für einen Entschädigungsanspruch auf Grund eines Reisemangels muss man nach § 651n Abs. 2 BGB folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie haben eine „Pauschalreise“ gebucht.
  • Es liegt ein „Reisemangel“ vor.
  • Sie haben den Reisemangel umgehend dem Reiseveranstalter gemeldet.
  • Sie konnten die Reise nicht antreten oder wurden erheblich beeinträchtigt.
  • Der Reisemangel wurde nicht von Ihnen selbst oder von einem Dritten, der nicht an den Pauschalreisevertrag umfassenden Reiseleistungen beteiligt ist, verschuldet.
  • Der Mangel wurde durch keine unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umstände verursacht.

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Mietmängel – Diese Rechte haben Sie als Mieter

Von Schäden an der Bausubstanz eines Mietshauses bis hin zum Ausfall der Wasser- oder Wärmeversorgung. Von Mietmängeln spricht man immer dann, wenn der Zustand der Mietwohnung von dem vertraglich vereinbarten Zustand abweicht. Wenn solche Probleme auftreten, fragen sich Mieter häufig wer für den Schaden aufkommen bzw. diesen beseitigen muss.

Der § 536 Abs. 1 BGB hat folgende Definition eines Mietmangels festgelegt: „Hat die Mietsache zur Zeit der Überlassung an den Mieter einen Mangel, der ihre Tauglichkeit zum vertragsmäßigen Gebrauch aufhebt, oder entsteht während der Mietzeit ein solcher Mangel, so ist der Mieter für die Zeit, in der die Tauglichkeit aufgehoben ist, von der Entrichtung der Miete befreit. Für die Zeit, während der die Tauglichkeit gemindert ist, hat er nur eine angemessene herabgesetzte Miete zu entrichten.“

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Wann ist eine Mietminderung gerechtfertigt?

Um eine Mietminderung auf Grund von Mietmängeln zu erreichen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Es muss sich um einen erheblichen Mangel handeln (z.B. Balkon wegen Bauarbeiten abgesperrt, Badezimmer aufgrund eines Wasserschadens nicht nutzbar, eingeschränkte Gebrauchstauglichkeit der Wohnung durch defekte Heizung).
  • Der Mieter hat den Mietmangel nicht selbst verschuldet.
  • Der Mieter hat den Mangel beim Vermieter gemeldet (sodass dieser die Möglichkeit hat, den Mangel zu beseitigen).
  • Der Mangel war zum Einzugsdatum nicht bekannt oder nicht absehbar (z.B. Vermieter hat nicht auf anstehende Bauarbeiten aufmerksam gemacht).

 

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