Ihr Flug hatte Verspätung?

So können Sie von Ihrem Fluggastrecht auf Entschädigung Gebrauch machen!
Bei Flugverspätungen können Sie Anspruch 250 bis 600€ Entschädigung haben
dafür muss die Verspätung mindestens 3 Stunden betragen und es müssen einige weiter Voraussetzungen erfüllt sein
sollte Ihr Recht auf Betreuung und Verpflegung vernachlässigt werden haben Sie Anspruch auf Schadensersatz

Fluggastrecht auf Entschädigung

Egal ob es sich um eine Business-Reise zu einem wichtigen Meeting oder um eine Urlaubsreise, auf die man sich schon monatelang gefreut hat, handelt – Flugverspätung sind äußert enervierend. Die gute Nachricht ist, dass Ihnen hier laut der EU Fluggastverordnung eine Entschädigungszahlung von Seiten der Fluggesellschaft zusteht. Hier erfahren sie alles was Sie alles was Sie zum Thema Fluggastrecht wissen müssen.

Die Höhe der Entschädigung hängt von der Flugstrecke, berechnet aus der Großkreisentfernung (Luftlinie), ab und hat nichts mit dem Ticketpreis zu tun. Für Strecken bis zu 1.500 km beträgt die Entschädigung 250€. Strecken zwischen 1.500 und 3.500 km werden mit 400 € entschädigt. Bei Strecken über 3.500 km ist eine Entschädigung von 600€ festgelegt. Des weiteren besagt die Verordnung, dass jeder Passagierer entschädigt werden muss, für den ein Flugticket gekauft wurde. Also auch Kinder. 

Die Fluggesellschaft wird vielleicht versuchen Sie mit Gutscheinen und ähnlichem abzufertigen. Sie können aber auf eine Entschädigungszahlung in bar oder per Überweisung bestehen. Außerdem steht die Entschädigung immer dem Passagier zu, nicht dem der das Ticket bezahlt hat. Wenn es sich bei dem verspäteten Flug um eine Geschäftsreise handelt, haben also Sie das Recht auf Entschädigung nicht Ihr Arbeitgeber.

Sie möchten Ihr verlorenes Geld zurückholen?

Prüfen Sie jetzt kostenlos & unverbindlich Ihre Ansprüche auf Rückzahlungen.
Hier kommen Sie zum kostenlosen Online Check:

Voraussetzungen und Außergewöhnliche Umstände

Damit Recht auf Entschädigung besteht, müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein. Die Verspätung muss mindestens 3 Stunden betragen. Man berechnet das aus der Differenz der geplanten und der tatsächlichen Ankunftszeit am Zielflughafen. Außerdem müssen Sie eine bestätigte Buchung und selbst rechtzeitig eingecheckt haben. 

Da es sich um eine EU-Verordnung handelt, sind entweder Flüge betroffen, die in der EU starten oder Flüge europäischer Fluggesellschaften, die in der EU landen. Beträgt die Verspätung weniger als 3 Stunden, steht Ihnen trotzdem eine Entschädigung zu, sollten Sie dadurch einen Anschlussflug der gleichen Fluggesellschaft verpassen. Die Ansprüche verjähren in Deutschland zum Jahresende, 3 Jahre nach dem geplante Flugdatum.

Falls außergewöhnliche Umstände die Verspätung verursacht haben, muss die Fluggesellschaft keine Entschädigung zahlen. Zu solchen Umständen gehören zum Beispiel extreme Wetterverhältnisse, Schäden durch Vogelschlag, Systemausfälle im Terminal, Streik oder Sicherheitsrisiken durch Terrordrohungen oder politische Instabilität. Ob die genauen Umstände allerdings außergewöhnlich waren ist oft umstritten und sollte sich die Fluggesellschaft darauf berufen, lohnt es sich auf jeden Fall einen Anwalt zu Rate zu ziehen.

Übrigens: Sollte die Verspätung mehr als 5 Stunden betragen, besteht de Möglichkeit die Reise abzubrechen und neben der  Entschädigung eine Rückerstattung des Ticketpreises zu fordern. Sollte es sich bei dem verspäteten Flug um einen Anschlussflug handeln, haben Sie sogar Recht auf kostenlosen Rücktransport zum Flughafen von dem Sie gestartet sind. Die Airline müsste das Ticket in diesem Fall trotzdem voll zurückerstatten.

Sie möchten Ihr verlorenes Geld zurückholen?

Prüfen Sie jetzt kostenlos & unverbindlich Ihre Ansprüche auf Rückzahlungen.
Hier kommen Sie zum kostenlosen Online Check:

Fluggastrecht auf Betreuung und Verpflegung – Schadensersatz

Bei Wartezeiten durch Flugverspätungen, ist die Airline dazu verpflichtet den  betroffenen Passagieren kostenfrei Betreuung und Verpflegung zur Verfügung zu stellen. Bei Wartezeiten ab 2 Stunden muss Trinken, Essen in angemessenem Umfang bereitgestellt und ggf. Telefonaten oder E-Mails ermöglicht werden. Sollte der Abflug auf den nächsten Tag verschoben sein, müssen die Hotel- und Transferkosten übernommen werden.

Sollte die Fluggesellschaft diese Pflichten vernachlässigen, haben Sie gemäß der §§ 280, 281, sowie des Art. 12 der EU-Fluggastverordnung, Recht auf Schadensersatz. Das gilt übrigens nicht nur für die Verletzung der Betreuungspflicht. Auch wenn die Verspätung Ihnen andere Schäden erzeugt, haben Sie Anspruch auf Schadensersatz. Zum Beispiel wenn die Airline die Entschädigungszahlung nicht rechtzeitig tätigt und es dadurch zum Rechtsstreit kommt, haben Sie Recht auf Ersatz der Anwaltskosten. Oder falls Sie Schäden durch einen verpassten Termin erleiden. 

Die Fälle mit Schadensersatz sind in der Regel jedoch recht kompliziert und es empfiehlt sich die Unterstützung eines Rechtsanwalts.

Menü