Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt nicht – was tun?

Was Sie bezüglich Ihrer BU-Versicherung wissen sollten
Wieso benötigt man eine BU-Versicherung?
Wann liegt eine Berufsunfähigkeit vor?
Was ist zu tun, wenn die BU-Versicherung ablehnt?

Berufsunfähigkeitsversicherungen: Unverzichtbar als Arbeitnehmer

Die private Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU-Versicherung) zählen zu den unverzichtbaren Versicherungen für Arbeitnehmer. Sie zahlt – zumindest in der Theorie – dann, wenn jemand aus gesundheitlichen Gründen seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Berufsunfähigkeit durch einen Unfall, Krankheit oder ähnliches ausgelöst wurde. Der Versicherte erhält dann eine monatliche Rente in der vereinbarten Höhe bis zum Beginn des Rentenalters, soweit keine weiteren Vereinbarungen vorliegen.

Allerdings gibt es oft Fälle, in denen sich die Versicherung weigert zu zahlen oder die vereinbarte Leistung zu kürzen versucht – oft zu Unrecht. Wir helfen Ihnen, wie Sie diesem Ärger vorbeugen und sich im Falle dagegen wehren können.

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Wann liegt eine Berufsunfähigkeit vor?

Im § 172 Abs. 2 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) wird der Begriff der Berufsunfähigkeit wie folgt definiert: „Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.“

In Bezug auf die Arbeitszeit gilt jemand als berufsunfähig, der seinen aktuellen Beruf dauerhaft nur noch weniger als 50 Prozent ausüben kann. Die Voraussetzung der dauerhaften Berufsunfähigkeit wird unterschiedlich interpretiert und kann in individuellen Fällen bereits bei einer ärztlichen Bescheinigung über ein bis zwei Jahre, jedoch in jedem Fall über drei Jahren gegeben sein.

Entscheidend für die Frage, wann die BU-Versicherung zahlt, ist somit die ärztliche Diagnose. Diese muss eine objektive Feststellung enthalten, wie stark und wie lange die betroffene Person bei ihrer Tätigkeit eingeschränkt sein wird. Bei psychischen Ursachen kommt es im Streitfall auf den Gutachter und seine Bewertung an, ob die Versicherung die BU-Rente leistet.

Aus welchen Gründen verweigern Versicherer die BU-Rente?

Nach Ergebnissen des Analysehauses Morgen & Morgen bangen rund ein Viertel der Betroffenen um ihre Berufsunfähigkeitsrente. Versicherer zählen dafür unterschiedlichste Gründe auf, welche bereits formelle Fehler oder fehlende Angaben bei der Antragstellung sein können. Bevor eine Versicherung nämlich zahlt, prüft diese jedes Detail des Vertrages, hinterfragt die Krankheitsgeschichte des Versicherten und befragt im Falle behandelnde Ärzte. Bei Ungereimtheiten, wird vorerst nicht gezahlt.

Neben fehlender Angaben im Versicherungsantrag, ist der häufigste Einwand die Nicht-Erreichung des medizinischen BU-Grades (unter 50%), womit nach den Versicherungen keine eindeutige Berufsunfähigkeit vorliegt.

Ein weiterer häufiger Streitpunkt ist die sogenannte „abstrakte Verweisung“, welche in älteren Policen noch zu finden ist. Sie ermöglicht es, dem Versicherungsnehmer eine andere Tätigkeit zuzuweisen, wobei der erlernte Beruf eine untergeordnete Rolle spielt. Hiermit wollen die Versicherungen die Zahlung er BU-Rente umgehen.

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Was sind die nächsten Schritte, wenn die Berufsunfähigkeitsversicherungen ablehnt?

Als Erstes muss die Begründung für die Ablehnung sorgfältig geprüft und bei nicht stichhaltigen Gründen dagegen vorgegangen werden. Oft folgt die Aufforderung zur Nachreichung zahlreicher Unterlagen oder erneuter Gutachten. Da es sich hier oft um einen ausdauernden Prozess handelt, jede Formulierung von Wichtigkeit sein kann und es eine Fülle von Urteilen zu beachten gilt, sollten Sie diese Aufgabe einen auf diesen Bereich spezialisierten Anwalt übertragen.

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