Neue Vorwürfe gegen Daimler: Weitere Manipulationen bei Mercedes

Erneut wird Daimler vorgeworfen, illegale Abgastechnik in Fahrzeugen verbaut zu haben. Im aktuellen Fall sollen europaweit 260.000 Transporter des Modells Sprinter betroffen sein, darunter über 100.000 in Deutschland. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat nun ein Anhörungsverfahren eröffnet.

Die Wagen mit der Abgasnorm Euro 5, dem Vorgängermodell des aktuellen Sprinters, die bis 2016 hergestellt wurden, sollen nach einem Schreiben des KBA an Daimler vom 25. September eine unzulässige Abschaltvorrichtung verwenden.

Demzufolge besteht der Verdacht, dass auch bei Dieselmotoren des Typs OM 651 der Abgasausstoß in Prüfsituationen manipuliert wurde. Dies sorge dafür, dass der Grenzwert für Stickoxide von 180 Milligramm pro Kilometer nur beim gesetzlichen Prüfzyklus eingehalten werde, aber nicht im täglichen Betrieb.

Rückruf von 60.000 manipulierten Fahrzeugen

Das KBA hatte bereits im Juni 2019 für rund 60.000 Diesel-Geländewagen vom Typ Mercedes-Benz GLK 220 einen Pflicht-Rückruf mit Sofortvollzug angeordnet. Auch in diesem Modell mit der Abgasnorm Euro 5 hat der Autobauer eine illegale Abschaltvorrichtung zur Abgasmanipulation eingesetzt.

Daimler bestätigte, dass die beanstandete Abgasfunktionalität in verschiedenen Baureihen enthalten sei, akzeptiert deren Unrechtmäßigkeit allerdings auch weiterhin nicht.

870 Millionen Euro Bußgeld für Daimler

Im Zuge des Dieselskandals hatte die Staatsanwaltschaft Stuttgart im September gegen Daimler eine Strafzahlung in Höhe von 870 Millionen Euro verhängt. Viele werten die unverzügliche Begleichung dieser Geldbuße als Schuldeingeständnis.

Grund war eine fahrlässige Verletzung der Aufsichtspflicht in einer Abteilung, die sich mit der Fahrzeugzertifizierung befasst. Diese führte laut Staatsanwaltschaft dazu, dass die Dieselfahrzeuge Genehmigungen erhielten, obwohl der Ausstoß von Stickoxiden bei den Autos teilweise nachweislich nicht den Vorschriften entsprach.

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